Willkommen im Gebetshaus DIE WEIDE

 

Herzliche Einladung zum täglichen Morgengebet. Montag bis Freitag 8-8h45, aufgrund von Corona zur Zeit ohne anschließendes Frühstück. Teilnehmende bitten wir, die 3G-Regel zu beachten. Aber jede(r) soll kommen können. Deshalb haben wir auch Testsets im Gebetshaus
Willibald & Hanna Sandler

Was wir zu Weihnachten feiern (24. Dezember 2021)

Was feiern wir zu Weihnachten? Das frage ich mich jedes Jahr neu. Nicht weil ich zweifeln würde, aber weil keine Einsicht die Tiefe dieses Geheimnisses ausschöpfen kann. Es gibt einige Aussagen, die das Geheimnis von Weihnachten über viele Generationen auf einen Begriff gebracht haben:

„Ein Kind ist uns geboren“ – Das ist eines der großen Mysterien des Lebens. Jedes Kind ist ein unfassbarer Neu-Anfang, ein „Fest der Geburt“. Selig wer das als Beteiligter erfahren kann – unselig, wem es verschlossen bleibt. Weihnacht als Fest der Geburt eines Kindes beschränkt sich nicht exklusiv auf Jesus. Es ist gut und in Ordnung, dass wir in einer Kultur, die in vielem eine Kultur des Todes geworden ist, Raum dafür geben, ein Fest des Lebens zu feiern: ohne Prunk, ohne Leistung: ein Kind in einer Krippe. Nehmen wir uns Zeit, um das anzuschauen, zu staunen ... 

... und anzubeten? Davon erzählen Weihnachtslegenden, biblische Geschichten und Weihnachtslieder. Auf die Knie fallen, anbeten – das kann nur, wem etwas von einem unbedingt Heiligen aufgeht. Auch das bringt das Christentum seit seinen Anfängen in eine feste Formulierung, die für Weihnachten steht: „Gott ist Mensch geworden“. 
Das heißt, Gott ist uns so nahe gekommen, dass wir ihn in bestimmten Wirklichkeiten und Ereignissen geradezu berühren können. „Was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben – das Wort des Lebens“ (1 Joh 1,1): Das verkündeten die ersten Christen. Immer wieder haben Menschen, Völker, Religionen versucht, Gott greifbar zu machen – nicht selten auf eine problematische Weise. Davon ist auch in der Bibel die Rede, etwa in der Geschichte vom goldenen Kalb. Wenn Menschen eigenmächtig versuchen, Gott greifbar zu machen, dann wird aus Gott ein Götze: eine Wirklichkeit, die nicht mehr auf Gott verweist, ihn nicht vergegenwärtigt, sondern ihm im Weg steht, in verstellt. So etwas anzubeten ist kein Glaube, sondern Aberglaube. Immer wieder versuchen Menschen, Gott vom Himmel auf die Erde herabzuholen. Das entspricht einer tiefen Sehnsucht, denn ein Gott, der weit weg von uns in vollkommenem Glück im Himmel drohnt, hilft uns nichts. Aber auch ein machtloser Götze in unserer Reichweite ist uns für unsere Nöte keine Hilfe. Es braucht beides: Einen Gott, der Gott ist, gut und allmächtig, sodass wir ihm zutrauen können, dass er die Welt und unser Leben einem guten Ziel entgegenführt. Und der uns doch ganz nahe kommt, der uns erreicht und an der Hand nimmt, so dass wir mit ihm unseren Weg auf ein gutes Ziel hin finden können. Auf Augenhöhe mit uns – so weit herabgestiegen, dass wir ihn in einem Kind finden können – und in einem Menschen, der als Verbrecher hingerichtet wurde. Und doch uns voraus, sodass wir ihm nachfolgen können. Das feiern wir zu Weihnachten: Gott ist Mensch geworden.

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Fest der Menschwerdung Gottes,

Willibald Sandler


Veranstaltungen im Gebetshaus

Täglich

Jeden Morgen außer Sonntag/Feiertag

Jeden Abend außer Samstag oder vor Feiertagen

 

Vortrag mit Gebet und Austausch

Vorträge normalerweise von Dr. Willibald Sandler (Professor für Dogmatik an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck), meist zum kommenden Sonntagsevangelium. Siehe oben, Aktuelle Mitteilungen

 


Wo wir sind

Gebetshaus DIE WEIDE

Viaduktbogen 114

6020 Innsbruck

Email: info@dieweide.org

Telefon: 0699 12695617

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